home  siteinfos   das institut    heilung & bewusstsein    programm     transformation     cd-programm      meditation      kontakt

Fragen und Antworten über Leben, Sterben,
und spirituelles Wachstum


Die Fähigkeit, zu unterscheiden
zwischen dem Wirklichen und dem Unwirklichen


F
:
    Ich habe erfahren, dass Sterbende zum Ende ihrer Reise hin sagten, dass sie jetzt erst erkannten, wie unwirklich ihr Leben war, und dass es schmerzhaft aber auch befreiend sei, endlich nach dem Wirklichen in ihrem Leben zu fragen.
Was ist gemeint mit der Unterscheidung zwischen dem Wirklichen und den Unwirklichen?

A:   Die Begriffe des "Wirklichen" und des "Unwirklichen" werden oft im Advaita gebraucht, der Lehre über die Nicht-Dualität.

Das Unwirkliche in der inneren Erfahrung eines Sterbenden ist das, was als vergänglich erkannt wird, das, was sich ständig verändert, z.B. die Objekte in deinem Bewusstsein.
Das Wirkliche ist der unveränderliche Kontext, das Bewusstsein, in dem alles erscheint und wieder vergeht. Es gibt Metaphern, die den Ozean dafür benutzen, ein wesentlicher Hinweis.
Die Ozean- Metapher beschreibt den Ozean als das Wirkliche, und die getrennte Existenz der individuellen Wellen als das Unwesentliche.
Die Welt wird als eine Ansammlung von getrennten Objekten von einer getrennten Person gesehen. Diese anscheinende Trennung ist eine Projektion, das "Unwirkliche".

                

Früher oder später müssen wir diese Dualität von Wirklich und Unwirklich hinter uns lassen als nur zwei weitere Konzepte, die auf die Klarheit und das Mysterium hinweisen, aus denen sie entstehen.

In einem wachen, bewussten Leben lernen wir, zu unterscheiden zwischen dem Wirklichen und dem Unwirklichen. Diese Fähigkeit zur Unterscheidung gibt uns eine tiefere Klarheit über das Wesentliche und das Unwesentliche unseres Lebens. Oft geschieht diese Erkenntnis erst dann, wenn wir nicht mehr länger verleugnen können, dass Form, Gedanken und Vergangenheit sich ständig verändern und vergehen. Der Prozess des Sterbens ist eine solche Zeit, in der wir unter dem Druck von Leiden und Schmerz sehr eindringlich das erkennen, was vergehen muss( das Unwirkliche; der Körper, die Persönlichkeit), und erst dann wirklich bereit sind, zu fragen:

Gibt es etwas in mir, das bleibt, das immer da ist? ( Das Wirkliche).


Wir können als Sterbebegleiter diese Fragen nach dem Wirklichen anregen und unterstützen, wenn wir intuitiv spüren, dass sich der /die Sterbende nach Einsichten und den damit aufsteigenden inneren Frieden sehnt.

Weitere Hinweise: Die Erforschung des Selbst im Sterbeprozess

Vorherige Frage      |        Nächste Frage
 

nach oben


Vorherige Frage  |    Nächste Frage