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Erleuchtung am Ende des Tunnels

Der Tod - die höchste spirituelle Erfahrung






In Würde sterben



Die erlösende Dimension von Tod, Trauer und Hingabe

 

Den geliebten Menschen begleiten: Wie wir die letzten Tage wertvoll machen können   (PDF).

 

 


Meditation: Erfahre das Selbst jenseits des Körpers | PDF

Mit einer tödlichen Krankheit leben und dabei dem Tod ins Auge zu sehen, transformiert uns mit einer Macht und Intensität, die weit über alles hinaus geht, was wir uns in der scheinbaren Sicherheit unserer Gesundheit vorstellen können. Es ist ein langer, schmerzhafter, angsterzeugender und manchmal einsamer Weg , der uns soviel von dem entreisst, wer und was wir zu sein glaubten- Situationen, die wir für selbstverständlich hielten, Fähigkeiten, die wir glaubten immer zu haben , Rollen im Leben, mit denen wir uns identifiziert haben. Selbst die Fähigkeit , verkrampfte tiefe Emotionen zu unterdrücken , entgleitet uns.

In unserem Sterben wird alles aufgelöst, das unser Gefühl eines „Ich“ zusammengehalten hat.


Die Transformation im Sterben

All diese Verluste sind voller Angst, wenn wir darüber nachdenken, und zutiefst schwierig zu durchleben. Und doch, überraschenderweise, scheinen Menschen an einem bestimmten Punkt im Prozess des Lebens an der Schwelle zu einer anderen Dimension zu entdecken, dass es auch eine überraschende Befreiung und neugefundene Gnade in der Transformation gibt, die sie erfahren.

In einer zutiefst innersten Weise kann dies eine seelisch tiefe und wunderbare Passage sein, die das zweifelnde egozentrische Denken leermacht, das Herz öffnet, und unsere Bewusstheit auf die innere Landschaft der Seele ausdehnt.

Es ist meine Überzeugung, dass Sterben viel mehr eine spirituelle als nur eine medizinische Erfahrung ist, und es ist meine Vision , dass den spirituellen Dimensionen von Tod und Sterben auch in unserer Gesellschaft sehr bald mit mehr weit geöffneter und herzlicher Anerkennung begegnet wird.

Ich habe Zeit mit Sterbenden verbracht. Ich hatte die aussergewöhnliche Gelegenheit, in der Nähe vieler Menschen zu sein, während sie dem Tod näher kamen und starben, die Möglichkeit, mit Ihnen zu sitzen, Ihnen zuzuhören, mit Ihnen zu atmen, und mit Ihnen in ihren letzten Tagen, Stunden und Momenten zu meditieren.

Solche Zeiten der Präsenz am Bett eines Menschen an der Schwelle zum Göttlichen eröffnen eine Bewusstheit von weiteren und tieferen Dimensionen des Lebens.

Am Bett eines Sterbenden zu sitzen macht uns sehr bewusst, dass es nicht nur diese Welt von Körpern und Dingen gibt, die wir so gut kennen, sondern auch eine bereits diese Welt durchdringende , unendliche, strömende, und viel subtilere Welt gibt, die mit etwas Heiligem erfüllt ist.

Wenn jemand stirbt, öffnet sich , fast sprichwörtlich, ein Vorhang, und uns wird ein Einblick in das Göttliche gewährt, während es sich selbst offenbart. Es wird überwältigend offensichtlich, dass wir spirituelle Wesen sind, und dass die Bewusstheit des Sterbenden sich natürlicherweise in die strahlende Gnade des Universellen ausdehnt.

Während wir sterben, bewegen sich selbst „gewöhnliche“ Menschen auf eine radikal beschleunigte Weise durch die gleiche tiefe Transformation , die den Heiligen und Mystikern aller Zeiten bekannt ist. Chaos, Hingabe und Transzendenz sind die Worte, die wir benutzen, um die seelisch-spirituellen Stadien des Sterbens beschreiben.

Die Phase des Chaos umfasst alle turbulenten Drehungen und Wendungen , die wir in unserer Psyche erfahren, während wir uns ihnen zuerst widersetzen und dann versuchen, mit der Nähe unseres eigenen Todes Frieden zu schliessen. Hingabe ist der Wendepunkt, der Moment, in dem wir erkennen, dass wir nur dem unendlichen Licht des Bewusstseins Widerstand geleistet haben, nach dem wir uns in Wirklichkeit schon immer gesehnt haben. Transzendenz ist die Erfahrung der Gnade, die in uns und durch uns hindurch leuchtet; sie manifestiert sich als ein tiefes Gefühl von Geborgenheit, Frieden und Sinnerfüllung, und in der erweiterten offensichtlichen Qualität von Liebe und Hingabe im Sterbenden.

Wenn auch angespannt von manchmal unsagbaren körperlichen Angriffen der medizinischen Behandlungen und den natürlichen Vorgängen im Verfall der körperlichen Mechanismen, von unvorstellbaren schwierigen Emotionen und psychologisch unvorstellbaren Konzepten (das Ende des „Ich“ ), erscheint das Kapitel eines menschlichen Lebens , ausgelöst von der vermeintlichen Tragödie einer tödlichen Prognose, im Moment des Todes in einer Erfahrung von Gnade zu gipfeln.

Diese Gnade im Sterben scheint ein universelles Phänomen zu sein, das zeitlich gesehen irgendwann zwischen einigen Wochen vor dem Tod bis hin zu den Momenten des letzten Atemzugs geschieht.

Die Erfahrung des näherkommenden Todes ist ein zutiefst einzigartiges Phänomen in jedem Leben, das von einer Verlangsamung und schliesslich dem Stillwerden des physischen Körpers angezeigt wird, dem Leerwerden und der Auflösung der sich getrennt glaubenden Persönlichkeit, und schliesslich der Entstehung des wahren Selbst, der Gnade auf dem „Weg zur Rückkehr“.

Eine Tochter, mit der ich gearbeitet habe, erlebte die Transformation ihres Vaters, während sie ihn in den letzten Wochen seines Lebens betreute. Sie beschrieb das machtvolle Erstaunen darin, ihren Vater zu beobachten, den sie als eine Widerstand leistendende, ärgerliche, kontrollierende Persönlichkeit beschrieb, wie er, in ihren eigenen wunderschönen Worten, „ sein spirituelles Wesen und sein Zuhause “ entdeckte.

Sie fühlte, dass er am Ende seines Lebens das fand, was er all die Jahrzehnte vorher heimlich gesucht hatte: Hingabe, Frieden, Entspannung, und Offenheit für Liebe – sowohl gegeben als auch empfangen, sowohl menschlich als auch göttlich.

Mystiker aller Zeiten und Traditionen beschreiben diese Transformation so:
„ Erleuchtung ist für eine Welle der Moment, in dem sie erkennt, dass sie bereits Teil des Ozeans ist. In dem Moment verschwindet alle Furcht vor dem Tod, weil sich die Illusion des Getrenntseins auflöst. In dieser bewussten Erkenntnis entstehen tiefer innerer Frieden und Glückseligkeit “.


„ Der Weg der Rückkehr im Sterben“ ist der Weg durch die Auflösung dieser Illusion hin zur Erkenntnis des Einsseins, in dem wir uns schon immer befinden. Lediglich unser metaphysischer Schlaf lässt uns diese Wirklichkeit nicht erkennen. Durch Meditation, Hingabe, Liebe, oder auch persönliche Begegnung mit tiefem Leiden, können wir jederzeit „ aus diesem Traum erwachen “ und unser wahres Wesen erkennen.
Dies ist die Transformation, die bereits in Dir und im kollektiven Bewusstsein der Menschheit begonnen hat.
                                           Der Weg der Rückkehr

Wenn jemand, den du liebst, stirbt, geh über die rein körperliche Betreuung hinaus und höre mit deinem ganzen Wesen zu, betet zusammen, meditiert zusammen, seid einfach zusammen. Erlaube ihrer oder seiner Aufmerksamkeit, sich zum innersten Zentrum des Wesens hinzubewegen, seine natürliche Richtung im Näherkommen des Todes. Es mag auch dir Trost geben, -wenn du es verstehst-, dass auch der geliebte Mensch entdecken wird, dass in diesem Körper eine tiefe spirituelle Transformation vor sich geht. Bleibe dem geliebten Menschen in allen Stadien von Chaos, Hingabe und Transzendenz so nahe wie möglich. Dies ist deine Seelenarbeit, und kann auch deine eigene innere Transformation sein.

Dies wird nicht den tiefen Schmerz deiner Trauer völlig wegnehmen, aber du wirst wissen, dass du an einer Transformation teilgenommen hast, die unvergesslich, mit Worten nicht erklärbar, in ihrer Bedeutung für die Evolution der Seele dieses Menschen unermesslich kostbar, und deshalb so wunderbar ist in ihrer Nähe zur tieferen Wirklichkeit der menschlichen Existenz.

Veetman und Sukhi

Wenn deine Sehnsucht nach dem Göttlichen gross genug ist, du genug Leiden erfahren hast, und in deinem Bewusstsein die Freude an der Wirklichkeit grösser ist als die Angst vor dem Unbekannten :

-Sieh der Wirklichkeit der Ungewissheit über den Zeitpunkt deines Todes ins Gesicht, und du wirst deine Zeit bewusster nutzen.

- Um die Tendenz des Aufschiebens im Hinblick auf eine authentische regelmässige spirituelle Praxis aufzulösen, gib der Illusion der unbewussten Überzeugung, dass es es so etwas wie Sicherheit gibt, keinen Raum in deinem Leben.
- Erkenne dass , wie wunderbar eine Situation auch sein mag, ihre Natur die ist, dass sie unausweichlich irgendwann zu Ende gehen wird.

- Glaube niemals dem bequemen Verstand, der oft sagt, dass du später noch Zeit haben wirst.

- Sei direkt darin, deinem Tod ins Gesicht zu sehen. Ermutige andere darin, ihrem Tod ins Gesicht zu sehen. Ermutige andere liebevoll darin, mit ihrer Vergänglichkeit ins Reine zu kommen.

-Täuscht Euch nicht gegenseitig mit Höflichkeiten, wenn die Zeit des Todes näher kommt.
Ehrlichkeit lässt Mut, Mitgefühl und somit Freude über die Wirklichkeit entstehen. Wahrheit befreit.

 

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