Johanniskraut –
eine echte Alternative zu synthetischen Pillen

Das Johanniskraut ist die bekannteste typische Mittsommerpflanze. Selbst sein Name stammt vom Johanni-Tag am 24. Juni ab.

In den Tagen um die Sommersonnenwende öffnet das Johanniskraut seine leuchtend gelben Blüten an Wegrändern, lichten Gebüschen, Böschungen und sogar auf Schuttplätzen.

Wie kaum eine andere Pflanze ist das Johanniskraut mit der Sonne assoziiert, dessen Kraft sie an den längsten Tagen des Jahres aufnimmt, um sie in den dunkleren Tagen des Winters an uns Menschen abzugeben.

Das Johanniskraut bringt wärmende Sonnenstrahlen in depressive Gemüter. Das wusste schon Paracelsus im Mittelalter und heutzutage wird dieses Wissen sogar von der Schulmedizin bestätigt.

Kein Antidepressivum, geschweige denn auf pflanzlicher Basis, hat in den letzten Jahren einen solch spektakulären Aufschwung genommen wie das Johanniskraut (Hypericum perforatum L.). Inzwischen steht es unter den antidepressiven Substanzen nach Verordnung und Verwendung sogar an vorderster Stelle (auch wenn es inzwischen wieder Umsatzeinbrüche gab). Und dass es sich um ein "teures Edel-Placebo" handelt, behaupten nicht einmal mehr seine schärfsten Kritiker, im Gegenteil: das Phyto-Antidepressivum Johanniskraut hat inzwischen durch mehr als 40 klinisch-therapeutische Studien belegt, dass sein Behandlungserfolg für leichtere (bis mittelschwere) Depressionen mit dem von synthetischen ("chemischen") Antidepressiva vergleichbar ist. Außerdem werden noch spezielle Heilanzeigen diskutiert: Winterdepression, körperbezogene Störungen, Trauerreaktion, Burnout-Syndrom, prämenstruelle Störungen, Klimakterium, Tinnitus (Ohrgeräusche), chronischer Schmerz u. a.

Die Nebenwirkungen halten sich - zumindest zahlenmäßig - in Grenzen (sind jedoch bei ausreichender Dosierung auch nicht völlig vernachlässigbar). Bei den Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln gibt es allerdings klinische Erkenntnisse, die im Einzelfall zu prüfen sind.

Insgesamt gilt Johanniskraut - zumindest für einen großen Teil der (leichteren bis mittelschweren) depressiven Zustände - als sinnvolle Behandlungsalternative. Da Depressionen aber nicht nur belastend, sondern auch gefährlich werden können, sollte es einzig und allein der Arzt sein, der hier über die Therapie entscheidet, den Verlauf kontrolliert und den Behandlungsabschluss bestimmt.

Noch vor wenigen Jahrzehnten in Medizin und Allgemeinheit kaum akzeptiert, ja bekannt, hat das Johanniskraut seit Ende der 80er Jahre eine fast einzigartige Renaissance erlebt. Unter den antidepressiven Substanzen steht es inzwischen nach Verordnung und Verwendung mit an erster Stelle (auch wenn es je nach Medien- bzw. Forschungsberichten und sonstigen Einflussfaktoren zu Umsatzschwankungen, gelegentlich sogar zu größeren Umsatzeinbrüchen bis zu 20 % und mehr kommt). In den besten Zeiten kam es aber sogar zur Rohstoff-Engpässen. Führende Hersteller sind deshalb inzwischen zu eigenem, kontrolliertem Anbau übergegangen.

Früher waren die seelischen und organischen Heilanzeigen zur Anwendung von Hypericum perforatum, wie die botanische Bezeichnung von Johanniskraut lautet, fast gleichrangig. Heute dominiert vor allem die psychische Indikation "Stimmungsaufhellung".

Früher gab es dafür nur Teezubereitungen, später lange Zeit nur wenige Fertigarzneimittel, inzwischen sind es mehrere Dutzend (mal mehr, mal weniger, je nach Marktlage und anderen Einflussfaktoren), und das allein im deutschsprachigen Bereich (der allerdings - international gesehen - bisher der wichtigste Markt mit entsprechenden Umsätzen ist; in den anderen Nationen regt sich erst langsam Interesse).

Früher hielten sich die Ärzte mit Phytopharmaka im Allgemeinen und Johanniskraut im Speziellen zurück; wer es ausprobierte, tat es nicht selten heimlich oder galt als ausgesprochener Verfechter der "grünen Kraft der Natur". Heute stehen die meisten niedergelassenen Ärzte den Pflanzenmitteln und insbesondere dem Johanniskraut positiv gegenüber und würden es noch viel öfter einsetzen, wenn es die kassenärztlichen Bedingungen erlaubten.

Inzwischen ist das Johanniskraut auch in der Klinik keine Seltenheit mehr, vor allem in psychosomatischen und inneren Abteilungen.

Früher nahm die Wissenschaft die Pflanzenmittel im allgemeinen und auch das Johanniskraut entweder überhaupt nicht zur Kenntnis, oder wenn, dann herablassend bis diskriminierend ("teures Edel-Placebo"). Heute intensiviert nicht nur die forschende Pharmaindustrie aus zweckgebundenen Gründen ihren wissenschaftlichen Einsatz, auch forschende Kliniken und Institute sehen hier ein lohnendes Ziel, bei dem sogar - trotz schmaler Kassen - ergiebige Forschungsgelder winken. Kurz: "Ein Aschenputtel feiert seine Auferstehung" oder in moderner Terminologie: "Johanniskraut als Shooting-Star".

Quelle: http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/johanniskraut.html

 

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