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BEWUSST IN DEN TOD GEHEN Erinnere dich, ganz gleich ob du Angst hast oder nicht, der Tod ist die einzige Gewissheit. Im Leben ist nichts sicher außer dem Tod. Alles ist ungewiß; nur der Tod ist eine Gewissheit. Alles andere ist zufällig- es kann geschehen, es kann nicht geschehen - nur der Tod ist nicht zufällig. Und schau den menschlichen Geist an. Wir sprechen immer so über den Tod, als ob er ein Zufall ist. Wann immer jemand stirbt, sagen wir, daß sein Tod vorzeitig war. Wann immer jemand stirbt, sprechen wir so darüber, als ob es ein Zufall war. Nur der Tod ist nicht zufällig - nur der Tod- Alles andere ist zufällig. Der Tod ist absolut gewiß. Du mußt sterben. |
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Aus dem Buch Osho:
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Und wenn ich sage, daß du sterben mußt, scheint das in der Zukunft zu liegen, weit weit entfernt. Das ist nicht so - du bist bereits gestorben. In dem Moment, in dem du geboren wurdest, bist du gestorben. Laß es mich so sagen: wann immer du einatmest, ist es Leben, und wann immer du ausatmest, ist es der Tod.
Versuche ein Experiment. Den ganzen Tag über, wann immer du dich erinnerst, atme tief aus und atme nicht gleich wieder ein. Erlaube dem Körper, einzuatmen; du atmest einfach tief aus. Du wirst einen tiefen Frieden finden, denn der Tod ist Frieden, der Tod ist Stille.Und wenn du mehr auf das Ausatmen achten kannst, wirst du dich egolos fühlen. Mit dem Einatmen wirst du dich mehr egoistisch fühlen, mit dem Ausatmen wirst du dich eher egolos fühlen. Achte mehr auf das Ausatmen. Den ganzen Tag, wann immer du dich erinnerst, atme tief aus und atme nicht wieder ein. Erlaube dem Körper, einzuatmen, du brauchst überhaupt nichts dazu tun. Diese Betonung auf dem Ausatmen wird dir sehr helfen, dies Experiment zu machen, denn du wirst bereit sein zu sterben. Eine Bereitschaft ist nötig, ansonsten wird dir die Technik nicht viel helfen. Und du kannst nur bereit sein, wenn du den Tod auf eine gewisse Weise geschmeckt hast. Atme tief aus, und du wirst einen Geschmack davon haben. Es ist wunderbar. Der Tod ist einfach wunderbar, denn nichts ist so wie der Tod- so still, so entspannend, so ruhig und ungestört. Aber wir haben Angst vor dem Tod. Und warum haben wir Angst vor dem Tod? Warum gibt es soviel Angst vor dem Tod? Wir haben nicht wegen dem Tod Angst vor dem Sterben - denn wir kennen ihn nicht. Wie kannst du Angst haben vor etwas, das du nicht kennst? Zumindest mußt du es kennen, um davor Angst zu haben. In Wirklichkeit hast du keine Angst vor dem Tod; die Angst ist etwas anderes. Du hast niemals wirklich gelebt - das erschafft die Angst vor dem Tod.
Schritt 2: Du kannst dieses Gefühl vertiefen, wenn du ein anderes Experiment durchführst. Atme einfach für fünfzehn Minuten am Tag tief aus. Sitz auf einem Stuhl oder auf der Erde, atme tief aus, und wenn du ausatmest, schließ deine Augen. Wenn die Luft hinausströmt, gehst du nach innen.Und dann erlaube dem Körper einzuatmen,und wenn die Luft hineinströmt, öffne die Augen, und du gehst nach außen. Es ist genau das Entgegengesetzte: wenn die Luft hinausströmt, gehst du nach innen; wenn die Luft nach innen strömt, gehst du nach außen. Wenn du austatmest, wird Raum in dir erschaffen, denn Atem ist Leben. Wenn du tief ausatmest, bist du leer, das Leben ist hinausgegangen. Auf eine Weise bist du tot. In dieser Stille des Todes, geh nach innen. Die Luft geht hinaus; du schließt deine Augen und gehst nach innen. Der Raum ist da, und du kannst leicht nach innen gehen. Schritt 3: Warum bei den Zehen beginnen? Es wird leichter sein, denn die Zehen sind weit von deinem Ich entfernt, von deinem Ego. Dein Ego existiert im Kopf. Du kannst nicht am Kopf beginnen, es wird zu schwierig sein, also beginne am weitest entfernten Punkt- die Zehen sind der vom Ego am weitesten entfernte Punkt. Beginne das Feuer von dort. Fühle, daß die Zehen verbrannt sind, nur Asche bleibt zurück, und dann geh langsam weiter aufwärts, verbrenne alles, was dem Feuer begegnet. Jeder Körperteil - die Beine, die Hüften - wird verschwinden. Sieh immer weiter zu, wie sie zu Asche werden. Das Feuer steigt aufwärts,und die Körperteile, die es erfaßt hat, sind nicht mehr da; sie sind Asche geworden . Geh weiter aufwärts, und zuletzt verschwindet der Kopf. Du wirst nur ein Beobachter auf dem Hügel bleiben. Der Körper wird dort sein- tot, verbrannt, Asche - und du wirst der Beobachter sein, du wirst der Zeuge sein. Der Zeuge hat kein Ego. Diese Technik ist sehr gut , um den egolosen Zustand zu erreichen. Warum? Weil so viele Dinge darin impliziert sind. Es erscheint sehr einfach; es ist nicht so einfach. Der innere Mechanismus ist sehr komplex. Als erstes: Deine Erinnerungen sind Teil deines Körpers. Erinnerung ist Materie; daher kann es aufgezeichnet werden- sie sind in den Gehirnzellen aufgezeichnet. Sie sind materiell, Teil des Körpers. Man kann deine Gehirnzellen operieren, und wenn bestimmte Gehirnzellen entfernt werden, werden dir auch bestimmte Erinnerungen verloren gehen. Erinnere dich, dies ist der Punkt, den man verstehen muß: wenn die Erinnerungen noch da sind, dann bleibt auch der Körper. Und du hast dich ausgetrickst. Wenn du wirklich tief in das Gefühl gehst, daß der Körper tot ist, verbrennt, und das Feuer ihn völlig zerstört hat, dann wirst du in dem Moment keine Erinnerungen haben. In dem Moment des Beobachtens wird kein Gedanke da sein. Alles wird still sein- keine Gedankenbewegungen, nur Beobachten, nur ein Sehen, was geschehen ist. Du bist verschieden von allem, was dich umgibt; du bist verschieden von deiner Peripherie.
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