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Spirituelle Sterbebegleitung

 

Viele von uns werden Menschen begegnen, die in einem Koma liegen, oder kennen vielleicht Menschen in einem Koma. Oft kommen deshalb Fragen: Wie verhalte ich ich mich mit Menschen im Koma?

Ein Mensch im Koma befindet sich, auf einfache Weise gesagt, auf einer oberen Etage des Hauses. Er ist nicht auf dem Erdboden, dort, wo wir sind. Natürlich sind da noch feine Verbindungen zum Körper/ Verstand, denn der Mensch hat offensichtlich seinen Körper nicht verlassen. Aber er hat eine andere Sicht der Welt. Oft werden Menschen im Koma völlig ignoriert, weil wir denken, dass wir nichts für sie tun können, sie sind nicht tot, aber alles, was wir glauben tun zu können ist die Aufrechterhaltung des Körpers, die Sorge für den Körper. 

Was ich sehe, ist, dass Menschen im Koma oft völlig "da sind", und es gibt verschiedene Ebenen von Koma, so wie Menschen z.B. in verschiedenen Ebenen eines Traums sein können. Es ist sehr hilfreich und weise, wenn du mit jemandem, der im Koma liegt, sprichst, wenn du bei ihnen bist. Oft ist Koma so etwas, wie wenn du in einem Traum warst, und er erschien so wirklich, und wenn du aufwachst, erkennst du, das es ein Traum war. Manchmal glauben Menschen im Koma, dass sie träumen, sie wissen nicht genau, was passiert, weil niemand direkt zu ihnen spricht; es ist also sehr hilfreich, zu ihnen zu sprechen, zu erklären, dass sie im Koma sind, mit ihnen auf möglichst liebevolle Weise zu sprechen, über Verzeihen, oder was immer in deiner Intuition das Richtige sein könnte, aus deinem Verstehen der Arbeit an dir selbst, über ihre Situation, über verschiedene Ebenen von Bewusstsein, vielleicht über Menschen, die sie lieben. Oft sagten Menschen, die aus einem Koma zurückkamen: "Wenn bloß jemand mit mir gesprochen hätte. Das hätte mir so geholfen, mich nicht so allein gelassen zu fühlen in diesen seltsamen Bereichen; zu erkennen, dass ich noch im Leben war. 

Es ist also sehr hilfreich und mitfühlend, zu ihnen zu sprechen, und dabei nicht zu rational zu sein. Wenn es dich anzieht, als einen Dienst am Menschen, mit Menschen im Koma präsent zu sein, sprich zu ihnen, und dann sitz still bei Ihnen. 

Arnold Mindell hat ein Buch geschrieben. Schlüssel zum Erwachen: Sterbeerlebnisse und Beistand im Koma.
Ein grossartiges Buch, und leicht zu verstehen, es zeigt uns, wie wir mit Menschen im Koma auf einer bestimmten Ebene arbeiten können. Ich arbeite mehr auf einer intuitiven Ebene, er spricht auch über Ebenen von Intuition, und wie wir manchmal sogar Reaktionen von Menschen im Koma bekommen können. Ich könnte selbst über einige Erfahrungen damit berichten. 

Es ist also wichtig zu wissen, dass Menschen im Koma oft "ganz hier sind"; wir sollten nicht im gleichen Raum über sie zu anderen sprechen, und wenn du bemerkst, dass andere dies tun, mach sie respektvoll darauf aufmerksam. 

Oft wissen wir nicht, warum Menschen aus medizinischer Sicht im Koma sind. Oft sind Menschen im Koma, weil sie erledigte Dinge abzuschliessen haben, im Zusammenhang mit Familienmitgliedern, es gibt viele viele Ebenen, aber der Zustand " Er/ Sie ist wie ein Gemüse" ist überhaupt nicht meine Erfahrung. Wenn jemand das sagt, wollen wir sie nicht kritisieren, sondern verstehen, dass es ihre Erfahrung ist, aber wir sollten wissen, dass uns viele Erfahrungsbereiche auch im Koma verfügbar sind. 

Wir sollten niemals glauben, dass wir zum Bewusstsein von Menschen, egal wo ihr Bewusstsein gerade ist, überhaupt keine Verbindung aufnehmen können. Es geschieht aber mehr auf der intuitiven Ebene des Herzens, der Seele, auf der Ebene, auf der wir alle als Bewusstsein, als Teile des Ganzen, miteinander verbunden sind. 

Dies ist auch die Ebene, auf der Atisha´sMeditation der Transformation durch das Herz von Mitgefühl geschieht. 

Ein Aspekt unserer Ausbildungen ist die Praxis dieser Meditationsform, eine wesentliche Methode in der spirituellen Sterbebegleitung,die wir (auch ohne Worte) am Bett des Sterbenden oder eines Menschen im Koma anwenden können.

CD 2001 Transformation und Mitgefühl ( Tonglen)
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