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Spirituelle Transformation

Die Angst vor Liebe und deine Konditionierungen

Liebe bedeutet Intimität. Liebe bedeutet, daß zwei Menschen sich näherkommen,
Liebe bedeutet: zwei Körper, aber eine Seele.

Du hast Angst, die sagt: Es ist besser, gar nicht erst in die Situation zu kommen, daß der Mensch, der dich lieben wollte, dich zurückweist. Die Angst vor Zurückweisung erlaubt dir nicht, Liebe zu empfangen.
Du kannst keine Liebe geben, weil dir nie jemand gesagt hat, daß du als liebendes Wesen geboren bist. Sie haben dir gesagt: »Du bist in Sünde geboren!« Du kannst nicht lieben, und du kannst auch keine Liebe empfangen. Dies hat alle Möglichkeiten deines Wachstums eingeschränkt.

Du sagst: »Ich verstehe jetzt, daß ich gerade erst beginne, einen Schimmer von der tiefen Angst vor Liebe zu haben, auch wenn ich mir im Leben nichts mehr wünsche als tiefe umfassende Liebe.«

Du bist vom Glück begünstigt, denn es gibt Millionen von Leuten auf der Welt, die völlig blind geworden sind für die eigenen Konditionierungen, für die häßlichen Lasten, die ihnen die ältere Generation auferlegt hat. Es tut so weh, daß man das Ganze besser vergißt. Aber durch Vergessen schafft man es nicht aus der Welt.

»Empfänglich zu sein fühlt sich für mich an wie Sterben.«
Habt ihr je darüber nachgedacht? Empfänglich zu sein fühlt sich an wie Sterben – das ist wahr. Empfänglich zu sein fühlt sich wie Sterben an, weil empfänglich zu sein nach Erniedrigung aussieht. Etwas zu empfangen, insbesondere Liebe, bedeutet, daß du ein Bettler bist. Niemand will auf der Empfängerseite sein, weil es ihn dem Gebenden unterlegen macht.
Das ist das Ego.
Diese Idee ist dir von der Gesellschaft, die du immer respektiert hast, eingepflanzt worden – von den Leuten, von denen du dachtest, sie seien dir wohlgesinnt. Ich sage nicht, daß sie dir absichtlich Schaden zufügen wollten. Ihnen selbst wurde von anderen Schaden zugefügt, und sie geben einfach weiter, was sie von ihren Eltern, ihren Lehrern, der älteren Generation bekommen haben.

Jede Generation gibt stets ihre Krankheiten an die junge Generation weiter, und natürlich hat die junge Generation immer mehr zu tragen. Ihr seid die Erben sämtlicher abergläubischen, repressiven Konzepte der ganzen Geschichte. Was in Alarmbereitschaft geht, ist nicht etwas, das zu dir gehört.
Es ist deine Konditionierung, die in Alarmbereitschaft geht.

Und dein letzter Satz ist nur der Versuch, eine Rationalisierung dafür zu finden. Auch das ist eine der großen Gefahren, deren sich jeder bewußt sein muß. Rationalisiere nicht!

Gehe bei jedem Problem bis an die Wurzel, aber suche keine Entschuldigungen, denn wenn du Entschuldigungen vorbringst, kannst du die Wurzel nicht beseitigen.
Die letzte Aussage der Fragestellerin ist eine Rationalisierung. Vielleicht konnte sie das nicht sehen. Sie sagt: »Hilfe! Die Existenz erscheint so riesig!«Nun meint sie, sie hätte Angst zu empfangen, weil die Existenz so riesig ist, und sie hätte Angst zu geben, weil die Existenz so riesig ist.
Was hätte es für einen Sinn, wenn du deine winzige Liebe gibst, die nur ein Tautropfen ist im Vergleich zum Ozean?

Der Ozean würde es nie merken. Also ist es sinnlos zu geben, und es ist sinnlos zu empfangen. Der Ozean ist so riesig, daß du darin nur ertrinken würdest. Darum fühlt es sich an wie Sterben. Aber das ist nur eine Rationalisierung.

Du weißt nichts über die Existenz; du weißt nichts über dich selbst – jenen Teil der Existenz, der dir am nächsten ist. Wenn du nicht bei dir selbst beginnst, wirst du die Existenz niemals erfahren. Das ist der Anfangspunkt, und alles hat am Anfang zu beginnen.
Wenn du dich selbst erkennst, erkennst du dein Dasein. Der Geschmack und das Aroma deines Daseins wird dir Mut machen, ein bißchen tiefer in das Dasein anderer einzudringen.
Wenn dein eigenes Dasein dich so glückselig gemacht hat, ist es ein natürliches Verlangen, auch in andere Mysterien einzudringen, die dich umgeben: das Mysterium des Menschen, das Mysterium der Tiere, das Mysterium der Bäume, das Mysterium der Sterne.

Und wenn du erst einmal dein eigenes Dasein kennst, hast du keine Angst mehr vor dem Tod.
Jene, die sich selbst erkannt haben, haben ohne jeden Zweifel erkannt, daß sie unsterbliche Wesen sind.
Sie sind viele Male gestorben, doch sie sind am Leben. Tod und Geburt sind nur kleine Episoden auf dieser wunderbaren Pilgerreise der Seele.
Deine Angst vor dem Tod wird sofort verschwinden, sobald du den Kontakt zu dir selbst aufgenommen hast, und dies wird dir einen völlig neuen Horizont eröffnen, den es zu entdecken gilt.
Wenn du erkennst, daß es den Tod nicht gibt, wird alle Angst verschwinden.
Die Angst vor dem Unbekannten, die Angst vor der Dunkelheit – welche Form auch immer. Alle Ängste werden verschwinden. Zum ersten Mal wirst du zu einem wahren Abenteurer. Du wirst in verschiedene Geheimnisse eindringen, die dich umgeben.

Die Existenz wird zum ersten Mal dein Zuhause. Es gibt nichts zu fürchten. Sie ist deine Mutter, du bist ein Teil von ihr. Sie kann dich nicht ertränken, sie kann dich nicht zerstören. Je mehr du das weißt, um so mehr wirst du dich genährt fühlen; je mehr du das weißt, um so mehr wirst du dich gesegnet fühlen; je mehr du das weißt, um so mehr wirst du sein. Dann kannst du Liebe geben, weil du sie hast, und dann kannst du Liebe empfangen, weil es keine Zurückweisung mehr gibt.     - Osho-

Seminar: Der Weg der Liebe- das furchtlose Herz. Liebe und Beziehung als Spiegel für ein erwachtes Leben


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