Unser Leiden entsteht aufgrund der Tatsache, dass wir nicht wissen, wer wir sind-
diese Entfremdung ist es, die ein Gefühl von Sinnlosigkeit und innerer Leere bei uns hinterlässt.
Die spirituelle Suche ist ein sehr persönliches Anliegen, ein intimes Interesse an der eigenen Situation. Sie ist die Antwort auf einen Ruf aus der eigenen, inneren Tiefe. Dieser Ruf gleicht zu Beginn einer undeutlichen, kaum wahrnehmbaren und geheimnisvollen Flamme. Er äußert sich darin, dass wir die Disharmonie, in der wir leben, in Frage stellen. Es geht um die eigene, persönliche Disharmonie, um die eigene persönliche Fragestellung. Und es geht um die eigene, persönliche Sehnsucht. Der Impuls muss aus einem selbst, aus der eigenen Tiefe kommen.
Und die Verwirklichung muss das eigene Herz befriedigen und erfüllen, nicht die Normen irgendeines Systems. Die Befreiung kann nur die eigene, persönliche Befreiung sein.
Der Weg ist man selbst, der eigene Geist und das eigene Herz. Der für das eigene Leben so bedeutsame Ruf richtet sich unmittelbar an einen selbst.
Wir werden durch die Suche kein besserer oder vollkommenerer Mensch, aber wir gewinnen an Reife, Menschlichkeit und Weisheit. Das ist die Vollkommenheit unserer wahren Natur.
Unsere innere Arbeit ist also die Methode, die das Leiden als eine Tatsache anerkennt, die Ursache versteht und dahin arbeitet, uns zu unserer wahren Natur zurückzuführen, um das unnötige, auf jener inneren Spaltung beruhende Leiden zu beseitigen.
