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DIE KUNST DES STERBENS
Seminartermine
Die Trennung von Körper und Bewusstsein ist der Tod. Da es nur eine Trennung ist, macht es keinen Sinn, es Tod zu nennen. Es ist lediglich eine Loslösung, die Unterbrechung einer Verbindung. Es ist nichts anderes als die Kleidung zu wechseln. Wer also mit Bewusstsein sterben kann, stirbt niemals wirklich. Für ihn ist der Tod deshalb kein Thema. Er wird den Tod nicht einmal als Illusion bezeichnen.
Er wird nicht einmal sagen, dass jemand stirbt oder nicht stirbt. Er wird einfach sagen, dass das, was wir bis gestern Leben genannt haben, lediglich eine Verknüpfung war. Und diese Verknüpfung ist nun abgebrochen. Nun hat ein neues Leben begonnen, das keine Verknüpfung im vorherigen Sinne ist.
Vielleicht ist es eine neue Verbindung, eine neue Reise. Es ist allerdings nur dann möglich, bewusst zu sterben, wenn man auch bewusst gelebt hat. Wenn du gelernt hast, wie man bewusst lebt, wirst du sicher in der Lage sein, bewusst zu sterben, denn Sterben ist eine Funktion des Lebens, es findet im Leben statt.
2011
5.- 11. April Indien, Himalayas Info

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Oft verpassen wir es, unser Leben und unsere Erfüllung zu leben, weil der Verstand die Illusion von Vergangenheit und Zukunft erschafft. Wir schieben es auf, ein authentisches Leben zu führen. Diese Tendenz lässt uns in einem Traum von Wünschen und Hoffnungen auf die Zukunft leben.
Unbewusst verneinen wir die Tatsache unserer Sterblichkeit und verschliessen unsere Bewusstheit vor dem, was wirklich und direkt vor uns ist. Und so träumen wir unser Leben, anstatt es zu leben, und unsere verdrängte Angst vor dem Tod vermindert die Qualität unseres Lebens. Nur ein furchtloses Bewusstsein kann in sein volles Potenzial erwachen.
Die Kunst des Sterbens ist die Kunst, loszulassen, und den gegenwärtigen Moment als den einzigen zu leben, des es wirklich gibt. Wenn wir mit den ständigen Veränderungen des Lebens gehen und darin erkennen, dass der Tod des Körpers und der Persönlichkeit die einzige Gewissheit ist, kann ein Quantensprung im Bewusstsein geschehen. Dann sind wir frei, in tiefer Klarheit zu erkennen, was in unserem Leben wirklich wichtig ist, und was nicht.
Wenn wir eine bewusste Wahl treffen, die Bewusstheit unserer Vergänglichkeit uns durch unser Leben führen zu lassen, wird dies uns zu der wichtigsten Frage führen: wer und was wir wirklich sind, und was in uns den Tod überlebt.
In der Bereitschaft, die Gewissheit deines eigenen Todes zu erfahren,
ist wirkliche Selbsterkenntnis möglich.
Du erkennst das, was nicht sterben kann.
Diese Erkenntnis zeigt den Weg zur Befreiung von allen Ängsten und einem Leben in der Wahrheit deines Seins.
Dann bist du in Frieden.
So lange
der Schatten des Todes unsere Sicht überschattet, sind wir nicht fähig,
die Schönheit und das Mysterium des Lebens zu erfahren. Wir werden tiefe
Angst vor allen bedeutenden und ekstatischen Erfahrungen haben: Liebe,
Meditation, Sexualität, Intimität, kreativem Ausdruck, und Authentizität,
auch wenn wir uns gleichzeitig danach sehnen.
Die Angst
vor dem Tod ist tief verdrängt. Oft zeigt sie sich
erst, wenn wir direkt von der Endgültigkeit betroffen sind, wenn
ein geliebter Mensch stirbt, oder wenn wir selbst mit Krankheit oder einer
lebensbedrohenden Situation konfrontiert sind.
Die Angst
zeigt sich aber indirekt in unserer Angst vor Veränderung oder Hingabe,
in Angst vor den Herausforderungen des Lebens, vielleicht in der Unfähigkeit
zu tiefer Liebe und Intimität, in der Angst vor Schmerz oder Einsamkeit,
vor tiefer Meditation, im Vermeiden von Stille, im Festhalten an
Menschen und Gewohnheiten, oder in der Angst vor dem Loslassen unserer
Ego-Persönlichkeit.
Das
bewusste Verstehen des Phänomens Tod und Sterben, und die Bereitschaft
, zu lernen loszulassen , ist die Antwort auf unsere
Ängste und unser Verlangen nach wirklicher Liebe und spiritueller
Erfüllung.
Aus
dieser Angst heraus halten wir an alten Überzeugungen fest, die uns in
unnötigen Leiden gefangen halten, solange wir Veränderungen, Vergänglichkeit
nicht verstehen und akzeptieren. Niemand ist eine Ausnahme davon , und
nur ein tiefes Verstehen von Leben und Tod kann uns wirklich befreien
aus diesem Leiden und unseren unbewußten Ängsten, die alle in der Angst
vor dem Unbekannten verwurzelt
sind.
Wenn wir
intelligent genug sind, dies anzunehmen, wird der Tod ein Lehrer für unser
Leben: für Entspannung und das Vertrauen, die im Loslassen geschehen,
im JA zu allen Lebenserfahrungen, zu anderen und zu uns selbst.
Je mehr wir
in der Angst vor Tod und Sterben verfangen sind, desto weniger kann unser
Leben erfüllt und wirklich gelebt sein. Unser Widerstand gegen Veränderung
ist die Angst vor dem Tod, und solange wir am Körper und der Idee eines
getrennten Selbst festhalten, werden wir immer Angst vor dem Tod haben,
und damit vor dem, was unsere Menschlichkeit ausmacht: Verletzlichkeit,
Mut zu unserer Einzigartigkeit , Liebe, Vertrauen, Hingabe, Geben und
Nehmen . Ohne diese Qualitäten kann unser Leben nicht wirklich erfüllt
und sinnvoll sein.
Den Tod mit
der Sichtweise anzuschauen, was er uns über des Leben lehrt, kann eine
neue Dimension in unser Leben bringen.
Dieser Prozeß
ist wertvoll für alle, die das Phänomen des Todes erforschen möchten,
aus beruflichem Interesse oder aus persönlicher Betroffenheit, und auch
für diejenigen, die intensiver, liebevoller und authentischer leben möchten.
Das
Seminar befasst sich mit diesen Themen :
Angst in
Liebe transformieren (denn
alle Angst ist verwurzelt in der Angst vor dem Tod, dem Unbekannten,
dem Loslassen; Angst verkrüppelt unser
Bewußtsein und unsere Lebensfreude. Die unbewusste Identifikation mit Körper und Persönlichkeit ist die Wurzel aller Ängste).
Meditation
als Vorbereitung auf einen bewussten, liebevollen Tod,
als eine Erfahrung unseres unsterblichen Wesens, und als Quelle unserer
Lebensenergie und -Freude.
Uns selbst und anderen
zu helfen in Situationen von Trauer, Verlust, Krisen und Veränderung.
Das Unvollständige
unseres Lebens erkennen
und heilen, mit Liebe und Mitgefühl loslassen, mit Stärke und Verletzlichkeit
leben.
Mitgefühl
und Verzeihen als Türen
zur Heilung und zu unserem Herzen.
Die Gnade
im Sterben: wie wir im
Sterben innere Heilung, Liebe und Frieden erfahren können.
Die Erfahrung
des Todes als natürlicher Übergang erschafft
den Mut, unser Leben jetzt authentisch zu leben.
Begegnung
mit Ängsten vor Schmerz,
Alleinsein, Verlust und dem Unbekannten.
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