Bei Traumata wie Folter oder Mißbrauch dagegen dient eine psychotherapeutische Arbeit mit dem Körper oft dazu, die toten Zonen des Erlebens erst einmal wieder zugänglich zu machen.

Der Gedanke, blockierte Selbstheilungskräfte wieder in Gang zu bringen, steckt auch hinter einer Methode, in der der Patient mit den Augen den schnellen Fingerbewegungen des Therapeuten folgt, während er sich das traumatische Ereignis vergegenwärtigt. Nach vielen empirischen Studien kommt es dabei zu einer Auflösung belastender Gefühle und negativer Gedanken. Man erklärt sich das so, daß in der traumatischen Situation das Gehirn das Geschehen nicht verarbeiten kann, in der therapeutischen Aufspaltung der Aufmerksamkeit aber dann neue neuronale Verbindungen geschaltet werden, die es ermöglichen, zu einer Integration der Erfahrung zu kommen.

Die Integration des Geschehenen ist im Grunde das Ziel jeder Trauma-Therapie: Daß die Gefühle aus der traumatischen Situation einen nicht mehr beherrschen; dass das Trauma zu einer Erinnerung werden kann, zu etwas, das einem widerfuhr, aber nicht mehr bedrängt; dass aus dem Betroffenen jemand wird, der etwas in seiner Vergangenheit erlebt oder überlebt hat.

Vor aller Bearbeitung des Traumas gilt es den Betroffenen zu helfen, sich in ihrem Körper und in ihrer Welt wieder zurechtzufinden.

Therapeuten sprechen davon, die eigenen Ressourcen zu reaktivieren, also diejenigen Kräfte, über die ein Mensch vor seinem traumatischen Erlebnis verfügte. Die alte Freude, die alte Tatkraft, die alte Lebendigkeit. Für einen Menschen, der an seinem Trauma anhaltend leidet, ist seine Geschichte stehengeblieben im Schock. Wem es gelingt, frühere Kräfte wiederzubeleben, sich wieder mit dem Menschen zu verbinden, der er vor dem Trauma war, dessen Wunde kann vernarben. Er gewinnt seine Lebensgeschichte zurück, in der das Trauma eine Erinnerung aus der Vergangenheit werden kann.

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Heilung Traumatischer Erfahrungen

Traumaheilung


Individuelle Spirituelle Therapie zur Traumaheilung
mit Veetman


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Tel. 05509 - 942908.

Ungeheilte seelische Wunden und Verletzungen aus traumatischen Erfahrungen oder Verlusten überschatten unsere Fähigkeit zu Beziehungen und zur Selbstliebe.


Daraus entstehen oft die Unfähigkeit, Liebe zu geben und anzunehmen, Isolation und Angst vor Menschen, Situationen und den Anforderungen unseres Lebens. 

In  sehr  individueller  psychologischer und spiritueller Heilungsarbeit bringen wir Bewusstheit und Verstehen in traumatische Erfahrungen aus der Vergangenheit, so daß wir wieder frei und mit Vertrauen am Leben teilnehmen können.

Veetman sieht Trauma als außergewöhnliche Chance im menschlichen Leben – vom evolutionären Verständnis der Quelle eines Traumas bis hin zu einer spirituellen Dimension, die uns erkennen lässt, dass wir als menschliche Wesen durch die Heilung eines Traumas enorm gestärkt werden können, und unsere Verbindung zu etwas Höherem erkennen können- die tiefste Heilung.

Trauma : seine Symptome   •seelische Folgen •  mögliche Heilung  und  Integration

Traumaheilung- ein spiritueller Weg

Traumatische Erfahrungen hinterlassen in der Seele Wunden, die meist  viel schwerer  verheilen als körperliche Wunden. Menschen, die traumatische Erfahrungen erlitten haben, scheint es so, als ob ihre Seele in mehrere Teile zerrissen sei.


Sie leben mit vollkommen entgegengesetzten Gefühlen und Gedanken: reizbar und erstarrt, von Erinnerungen überflutet und ohne Erinnerungen, voller Wut und Scham.

In vielen verschiedenen Situationen können Menschen Gewalt in einer Weise erfahren, die sich traumatisch auswirkt: Bei Misshandlung, Missbrauch, Vergewaltigung oder bei schockartig wirkenden Erfahrungen wie Verkehrsunfällen, Geiselnahme und Katastrophen. Der Verlust eines geliebten Menschen  kann traumatisch sein, und selbst das blosse  Beobachten von Gewalttätigkeiten an Menschen oder Tieren kann tiefe traumatische Störungen hervorrufen.   

Trauma ist weder eine Krankheit noch eine Störung.
Vielmehr handelt es sich dabei um eine Verletzung, verursacht durch lähmende Furcht und Gefühle von Hilflosigkeit und Verlust. Traumatische Reaktionen sind Teil eines hochintelligenten psychosomatischen Selbstschutzsystems, das Fachleute ebenso wie Laien oft unbeabsichtigt blockieren. Wenn wir jedoch lernen, auf die Weisheit des Körpers zu hören, der sich in einer Sprache ohne Worte ausdrückt, kann ein Trauma transformiert und aufgelöst werden. Entscheidend dabei ist, unsere innewohnende Fähigkeit zur Selbstregulation von hohen Aktivierungszuständen und intensiven Emotionen wieder nutzen zu lernen, Schritt für Schritt.

Viele Menschen schaffen es allein , traumatische Erfahrungen zu verarbeiten. Warum das so ist, können Psychologen noch nicht sagen. Sicher scheint bisher eins: Es liegt weniger daran, wie robust die Seele eines Menschen ist, und mehr daran, was ihm geschieht und wie es geschieht, ob z.B. die Umstände besonders erschütternd oder demütigend sind. Entscheidend ist auch, wie die Umwelt reagiert, ob sie das Opfer nachher unterstützt oder das Geschehene verleugnet und ihm im schlimmsten Fall eine Mitschuld zuweist. Natürlich ist auch das Alter entscheidend, und die Fähigkeit, das Geschehene zu verstehen und zu verarbeiten und darüber zusprechen. Je früher eine traumatische Erfahrung geschieht, desto tiefer wird sie das Lebensgefühl bestimmen  und den Selbstwert  eines Menschen verletzen. 

Spirituelle THrapie mit Veetman


Frage über Trauma
& Missbrauch

  Die seelischen Folgen sehr unterschiedlicher  traumatisierender Erlebnisse bezeichnet  die Psychotherapie als  "posttraumatische Belastungsstörungen". 

Es existiert ein komplexes Bild der Symptome: Flashbacks-plötzliches Wiedererleben der traumatisierenden Situation-  und Alpträume, emotionale Taubheit und fehlende Gefühle, Schreckhaftigkeit und Übererregung; Depressionen, Ängste und Schlaflosigkeit; das Vermeiden von Situationen und Verhalten, die an das Trauma erinnern könnten, fehlende Belastbarkeit und Selbstvertrauen im täglichen Leben, Unfähigkeit zu erfüllenden  menschlichen Beziehungen, Scham- und Schuldgefühle.

Grundsätzlich liegt der Schlüssel zum Verständnis der posttraumatischen Störungen in der traumatisierenden Situation selbst.    

Bei einem Trauma zerbricht in einer schockartigen Situation die ganze psychische Organisationsstruktur  eines Menschen. Die Seele wird überfordert und überwältigt, und wenn sie das Trauma nicht verarbeiten oder verdauen kann, und schließlich gebrochen.   

Bei vielen traumatisierten Menschen geschieht Introjektion: Das Opfer identifiziert sich mit dem Aggressor. Denn das, was ihm von einer vertrauten Person angetan wird, ist unerträglich und es kann sich kaum vorstellen, daß ein Mensch das tut. Daher nimmt das Opfer die Tat  des Täters in sich selbst hinein, schreibt es sich selbst zu. Und das Opfer übernimmt auch das unbewusste Schuldgefühl des Täters, das dieser selbst meist nicht empfindet, so daß die Aggression  und die Schuld wie Fremdkörper in seiner Seele weiterleben.      

Auch in der Familie entstehen Trauma. Kinder werden missbraucht und misshandelt. Die häufigste Form der Gewalt gegen Kinder ist  Vernachlässigung: wenn Kinder nicht ausreichend ernährt , gesundheitlich schlecht  versorgt  oder nicht vor Gefahren geschützt werden. Traumatische Erfahrungen  können auch durch Deprivation entstehen,  einem Mangel an Zuwendung und   Geborgenheit, ausgelöst durch Verlust, Tod  oder Trennung der Eltern und geliebter Menschen. 

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Ob es nach sexuellem  Missbrauch später zu seelischen Störungen kommt, hängt von der Situation ab. Besonders traumatisch wirkt sich  eine mit Gewalt erzwungene Handlung aus, wenn sich der Missbrauch über längere Zeit erstreckt, wenn mehrere Personen beteiligt sind oder wenn der eigene Vater der Täter ist. In seinem Buch über Inzest schreibt der Düsseldorfer Psychoanalytiker Matthias Hirsch, daß  weniger die einzelne Handlung zerstörend ist, als vielmehr die Tatsache, daß das Kind in seinen Gefühlen und in seinem Urteil über die Realität völlig verwirrt wird.

Wird der Missbrauch in der Familie auch noch verschwiegen, kommt das Kind in eine ähnliche Situation wie der Gefolterte in der Gesellschaft: er hat etwas erlebt,das niemand wahrhaben möchte und vielleicht sogar niemand glaubt. Daher muss es diese Erfahrung an einem Platz in seiner Seele begraben, von dem es glaubt, daß von dort nichts mehr an die Oberfläche , ins Bewusstsein, kommt. 

In einer Situation, in der unser Leben oder unsere seelische Integrität bedroht sind, oder in der wir das Gefühl haben, wir seien bedroht, gibt es nur zwei instinktive Reaktionen: Flucht oder Kampf.

Das mißbrauchte Kind kann aber nicht fliehen oder kämpfen. wie alle Opfer einer traumatischen Situation. Ein Ausweg ist, sich totzustellen, nichts mehr zu fühlen, um nicht von schmerzhaften Gefühlen überwältigt zu werden. Die Situation mit dem Bewusstsein verlassen, während der Körper sie durchlebt, um sie nicht bewusst erleben zu müssen. Die Psychotherapie nennt dies "Dissoziation", wenn so das traumatische Erleben aufgespalten wird, oder "Derealisierung", wenn jemand sich in eine andere, phantasierte Wirklichkeit begibt. Dies sind Schutzmechanismen in der traumatischen Situation, die allerdings später zu Symptomen  einer seelischen Störung werden können, wenn man sie im weiteren Leben beibehält, wenn man sich nicht spürt, betäubt ist, sich abgestumpft oder kalt fühlt. 

Der Kölner Traumaforscher Gottfried Fischer sagt:   Symptome, die jemand als Folgen eines Traumas entwickelt, weisen darauf hin , was einem Opfer widerfahren ist, und zugleich daran, wie er die traumatische Situation zu bewältigen versuchte. Forscher vermuten, daß in der traumatischen Situation das wahrnehmende Bewusstsein ausgeschaltet wird. So wie man im Schock nicht sprechen kann, kann es auch sein, daß die schockierende Erfahrung nicht als sprachlich faßbare Erinnerung gespeichert wird, sondern als Körperempfindungen, Bilder oder quälende Gefühle. Daher kann man sich  in der Behandlung nur der Realität des Opfers annähern, denn es ist schwer, in der Therapie zwischen Bildern, Phantasien und Erinnerungen zu unterscheiden. Aber diese Annäherung sollte in jeder Traumatherapie versucht werden.

Der Therapeut sollte selbst keine Angst vor der Aufdeckung eines Trauma haben, und dem Patienten  helfen, sich von Schuldgefühlen und den Folgen des Schreckens zu befreien.
 

Die Heilung von Traumafolgen braucht eine neue Art der Therapie: Klient und Therapeut müssen miteinander in Bewegung geraten können.  Alle starren Theorien und  Vorschriften schaden nur, ehrliches  Mitgefühl , neueste Therapieformen  und  Meditation sind notwendig zur Heilung von Trauma.  

Künstlerische, gestalterische und körperbezogene Methoden werden daher genauso herangezogen wie das therapeutische Gespräch und therapeutische Techniken.

Die Behandlung von Traumafolgen  richtet sich nach der Art des Traumas.

Man  unterscheidet Traumata als Folge einmaliger plötzlicher Ereignisse, wie eines Überfalls, eines Verkehrsunfalls, einer Katastrophe oder des überraschenden Todes einer geliebten Person, und Traumata, die in Verbindung mit lang anhaltenden menschlichen Übergriffen stehen wie Folter, Mißbrauch oder Mißhandlung.

Traumata des ersten Typs sind am ehesten mit einer Therapie zu behandeln, die einen Fokus auf die traumatische Situation selbst und das Vermeiden einer ähnlichen Situation richtet. So lassen sich zum Beispiel bei der Behandlung der Opfer von Verkehrsunfällen gute Erfolge mit einer Verhaltenstherapie erzielen, bei der die Patienten den Unfall in der Vorstellung oder an Ort und Stelle noch einmal durchgehen, wodurch das Erlebte allmählich weniger belastend wird. Psychologen sprechen dabei von ,,Konfrontationsrnethode".

Die Psychotherapie bedient sich zum Teil derselben Mechanismen, zu denen der Mensch aus Selbstschutz in der traumatischen Situation greift. Zum Beispiel der Dissoziation. Aus der Hypnotherapie, einer psychotherapeutischen Schule, die Methoden der klassischen Hypnose aufgreift und mit veränderten Bewußtseinszuständen arbeitet, stammt die Technik der ,,aktiven Dissoziation". Dabei spricht der Patient über das Ereignis, beispielsweise einen Raubüberfall, als ob er ihn auf einem Bildschirm als Film vor sich sehen würde. Er tritt in den Film hinein, um zu spüren, was er dort erlebt, und geht wieder hinaus, wenn es zuviel wird, und dies mehrfach hin und her. Er kann dabei auch aufgefordert werden, in die Angst und die Spannung hineinzuatmen, die er dabei spürt, damit sich die alte Erstarrung löst. In der traumatischen Situation bleibt ein Mensch ja sozusagen mitten in einer Bewegung oder Handlung stehen, wenn er von dem Ereignis überwältigt wird. Körperbezogene Techniken, mit deren Hilfe im Atmen oder Zittern des Körpers die schockgefrorene Spannung freigegeben wird, dienen dazu, unvollendete Bewegungen oder Handlungen zu vollenden und damit körperlich wieder handlungsfähig zu werden.

 

Für persönliche Anfragen bitte eine Mitteilung senden oder anrufen.

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